Hallo du Kleines, schön dich zu spüren! // Schwangerschaftswoche 12 bis 14


Puh, kaum zu glauben, dass das erste Trimester meiner Schwangerschaft bereits vorbei ist. Auch wenn ich versuche ganz bewusst die Momente meiner Kugelzeit zu erleben, stimmt es, was viele mehrfach-Mamis berichten: die zweite Schwangerschaft vergeht wie im Flug. Aber wisst ihr, ich bin auch froh, dass ich es nun ohne große Probleme bis ins zweite Trimester geschafft habe, denn endlich kann ich die nagenden Sorgen hinter mir lassen. Der große Berg an Ängsten, der auf meinen schmalen Schultern lastete ist nun fast weg. Ganz klein bleibt nur ein zages Herzklopfen der Beunruhigung, dass uns noch etwas erschüttern könnte. Ich weiß auch gar nicht wieso oder weshalb mich die Angst in dieser Schwangerschaft nicht loslässt, ob es nur an der Fehlgeburt im Frühjahr letzten Jahres liegt oder vielleicht die Verlustangst um unser kleines Glück ist? Ich weiß es nicht. Also stehe ich jeden Morgen auf, atme tief durch, blicke aus dem Fenster und streichle über meinen kleinen Bauch, wissend, dass jetzt alles okay ist und es ein guter Tag wird. So habe ich die letzten Wochen ein Stück Leichtigkeit auf meinen Schultern zurückgewonnen und so werde ich auch die letzte kleine Sorgenfalte auf der Stirn bald los sein, versprochen!

Das #Projekt-Baby geht in großen, schnellen Schritten voran und manchmal komme ich selbst schon gar nicht mehr hinterher. Darum habe ich das Wichtigste aus den vergangenen Wochen für mich (und euch natürlich) festgehalten. Los geht’s!

Baby Bump Update,
Schwangerschaftswoche 12 bis 14


So groß wie…

… na wie groß ist denn das Baby jetzt eigentlich? Auf meinen Schwangerschaftskarten ist die Größe immer hübsch mit einer Frucht oder einem Gemüse dargestellt, so habe ich eine bessere Vorstellung darüber. In den Wochen 12 bis 14 wächst das Baby im Schnitt von der Größe einer Pflaume über die einer Kiwi zu einem kleinen Wesen in der Größe eines Pfirsichs heran. Es ist also in Woche 14 mehr als doppelt so groß als noch zu Ende des 1. Trimesters. Und auch an Gewicht legt es ordentlich zu! Um die 43g wiegt ein Baby in Woche 14 durchschnittlich. Ich habe von unserem Baby leider keine genauen Maße, da ich in diesen Wochen nicht zur Kontrolle beim Frauenarzt war, aber ich gehe davon aus, dass alles zeitgerecht entwickelt ist.

 Körpergefühl.

Ich bin (immer noch) häufig müde und abgeschlagen, was aber auch an den Partynächten des großen Bruders liegen kann. Der hält leider zur Zeit nicht viel von durchschlafen (ich gebe den Backenzähnen die Schuld) und hält mich daher ganz schön auf Trapp. Meine Brüste sind diesmal unverändert, was ebenfalls bei meiner ersten Schwangerschaft anders war. Und noch eine Sache ist anders: mein Hautbild hat sich stark verschlechtert. Ich hatte sonst immer sehr reine Haut und ab und an mal eine kleine Unreinheit, die aber schnell wieder verschwand. Seit Ende des ersten Trimesters habe ich nun mit starken Hautunreinheiten zu kämpfen. Aber was soll’s, das vergeht auch wieder.
Der Babybauch wächst und ich finde mich schön damit, ja ich betrachte mich sogar ganz gerne im Spiegel. Das ist völlig neu für mich, bei Samuels Schwangerschaft fühlte ich mich durch mein hohes Startgewicht und die schnell in die Höhe kletternden Pfunde auf der Wage zunehmend unwohl. Aber diesmal ist es anders, denn ich bin in die Schwangerschaft mit einem guten Körperbild gestartet, fühlte mich zufrieden und schön. Bislang habe ich auch nicht an Gewicht zugenommen, lediglich das Bäuchlein tritt immer mehr hervor.

 Babybauch.

Oh was hab’ ich mich gefreut, als endlich eine kleine Wölbung unter meinem Shirt zu sehen war! Das Bäuchlein wächst seitdem fleißig und ist nun bereits so groß wie wohl im 5. Monat meiner ersten Schwangerschaft, also ca. vier Wochen weiter. Das macht mir aber nichts, ganz im Gegenteil, ich finde das ganz schön so. Es soll ruhig jeder sehen, dass ein kleines Wunder in mir heranreift.

Das Stimmungsbarometer.

Zicke, Oberzicke… Heulsuse. Ich schiebe es auf die Hormone, denn ich bin prinzipiell ein eher ausgeglichener Mensch (Niklas lacht hinter mir, will er mir etwas damit sagen?!). Aber es wird langsam besser. Momentan lassen die Zicken-Momente nach und ich bin eher von der Fraktion Tränendrüse, wegen allem und jedem. Das kann eine Geburt im Fernsehen sein, oder aber auch nur ein süßes Tierbaby. Mal ist der Lieblingspulli schuld, weil er nicht gewaschen ist und mal das Glas Gurken, das genau jetzt leer ist. Tja, ich bin ein Bündel an Emotionen und nicht besonders leicht zu handeln. Sorry, girls!
Außerdem stellt mich Samuels Trotzphase (oder soll ich sagen Autonomiephase? – das klingt nicht so schrecklich) täglich vor eine große Herausforderung. Meine Nerven, die sonst dick wie Drahtseile sind, gleichen momentan eher einem Bindfaden, der jederzeit zu zerreißen droht. Da hilft nur durchatmen und mich immer wieder an meine Selbstbeherrschungsregeln zu erinnern.

Leckermäulchen und Naschkatze.

Gurken. Gurken, Gurken, Gurken (und Nutellabrot!). Es ist völlig verrückt, denn ich verhalte mich wie die absolute Klischée-Schwangere, indem ich Gurken in allen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen verdrücke. Okay, und ab und an ein Nutellabrot. Weil das alles nicht besonders nahrhaft ist und schon gar nicht die benötigten Nährwerte abdeckt versuche ich nun in den Phasen ohne Übelkeit Smoothies in allen Variationen zu trinken. Man kann ja wirklich alles in den Smoothiemixer schmeißen, von Spinat über Kohl, alle möglichen Obstsorten und Getreidevarianten. Hier habe ich ein paar meiner liebsten Rezepte für euch aufgeschrieben.

Mein Persönlicher Glücksmoment.

Ich empfinde es als recht schwierig, Samuel zu erklären, was gerade mit meinem Körper passiert. Er ist einfach noch zu klein und versteht die Zusammenhänge nicht. Wohl aber nimmt er meine Stimmungsschwankungen wahr und die körperlichen Veränderungen. Wir versuchen daher sehr auf Samuel einzugehen und erklären ihm jeden Tag mehrmals, dass ein Baby in Mamas Bauch ist – obwohl er wahrscheinlich das Konzept Baby nicht mal richtig verstanden hat. Für ihn ist alles ein Baby was kleiner ist als er. Jedenfalls zeige ich immer wieder auf den Bauch und erkläre es ihm, in der Hoffnung, dass er irgendwann versteht, was ich für ein Wunder in mir trage. Ja, und eines Morgens lagen wir alle drei…äh vier… zusammen im Bett, kuschelten und blödelten rum, bis ich Samuel aufforderte, dem Baby doch mal ein Küsschen zu geben. Ich weiß gar nicht, wie ich dazu kam, ich glaube ich wollte einfach testen, was passiert. Und tatsächlich, da kam unser kleiner Räuber quer übers Bett gekrabbelt, streichelte den Bauch “aiiiii” und … gab dem Baby ein Küsschen!
Das war für uns, Niklas und mich, ein sehr emotionaler Moment, in dem wir ganz viel Wärme, Glück und Geborgenheit empfanden. Ja und seitdem kommt unser Rumpumpelchen immer mal wieder angewackelt und streichelt meinen Bauch. Es ist sowas von süß!

… oder auch zwei!

Ja, ich durfte sogar zwei Glücksmomente erleben. Erst dachte ich, dass ich mich irre und mir das alles einbilde. Aber ein Gespräch mit meiner Hebamme bestätigte meinen Verdacht schließlich und so kann ich mir sicher sein, dass ich seit Woche 12 unser kleines Baby ganz zaghaft spüre. Dann, wenn ich wohlig eingekuschelt unter meiner gemütlichen Decke auf der Couch liege und tief in mich hineinhorche. Dann, wenn ich mich selbst so richtig entspannen kann. Es ist nur der Hauch einer Bewegung, aber sie ist ganz sicher da.
Samuel spürte ich übrigens in Woche 16, wenn ich mich richtig erinnere, das erste Mal. Diesmal habe ich den Nachwuchs also nochmal ein ganzes Stück früher wahrgenommen. Das freut mich sehr und ich freue mich schon auf den Moment, wenn aus kleinen Bewegungen erst sanfte und dann kräftige Tritte werden.

Ihr seht, es liegt eine aufregende Zeit vor uns! Ich werde weiter berichten und bin gespannt, was noch alles passiert!

Folgt ihr uns eigentlich schon bei Instagram? Dort lade ich fast täglich aktuelle Bilder aus unserem turbulenten Alltag hoch und ihr könnt Fragen stellen, die ich dann im nächsten Schwangerschaftsupdate beantworten werde.

Übrigens bin ich kürzlich auf den Blog von Sarah gestoßen, die ebenfalls eine Schwangerschaftskolumne schreibt und dabei ganz ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hat. Ich wünsche dir für die letzten Wochen deiner Schwangerschaft alles Gute, liebe Sarah!

Alles Liebe,
eure Jasmin

*die Milestonekarten zur Schwangerschaft sind von hallobliss und wurden uns freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.