Alles steht Kopf – Von Lebensmittelunverträglichkeiten und “unschwanger”-sein // Schwangerschaftswoche 8 bis 12

Baby Bump Update,
Schwangerschaftswoche 8 bis 12

Oktober. Woche sechs meiner dritten Schwangerschaft war angebrochen. Noch immer konnte ich mich nicht völlig ausgelassen über meine Schwangerschaft freuen, zu groß war die Angst, dass doch noch etwas passieren könnte, ich nochmal eine Fehlgeburt haben könnte. Aber es wurde besser, die Ängste wichen einer kleinen Portion Freude. Vor allem nach Woche acht wurde es besser. In dieser Woche stand der erste Ultraschall bei meiner Frauenärztin an – die Option die Vorsorge bei der Hebamme machen zu lassen zog ich hier nicht in Betracht, denn ich wollte so gerne das kleine Herzchen schlagen sehen.

Der erste Ultraschall

Ich war ziemlich nervös vor diesem Termin und gleichzeitig voller positiver Energie, denn endlich sollten wir das Herzchen unseres Babys schlagen sehen. Niklas und Samuel waren mit beim Termin, worüber ich mich sehr gefreut habe. Schon in der Schwangerschaft mit Samuel ließ Niklas keine Gelegenheit aus, mich zu meinen Vorsorgeuntersuchungen zu begleiten. Diesmal war ich besonders froh ihn an meiner Seite zu haben, denn bei schlechten Nachrichten würde ich nicht allein nach Hause gehen müssen. Aber so sollte es zum Glück nicht kommen! Wir konnten bereits eine kleine Erdnuss mit Ansätzen für Arme und Beine erkennen und auch den Herzschlag für einen schönen Moment lang genießen. Das hat mir viel Mut gegeben und mich für die kommenden Wochen positiv gestimmt.

Die kleinen Wehwehchen

Die Übelkeit machte mir auch weiterhin sehr zu schaffen. Morgens wachte ich bereits mit einem flauen Gefühl im Magen auf, das auch nach einem kleinen Frühstück nicht weichen wollte und mich trotz kleinerer Mahlzeiten den Tag über begleitete. Glücklicherweise musste ich nicht erbrechen. Ich glaube, Samuel wäre sehr verunsichert gewesen, wenn ich ständig über der Kloschüssel gehangen hätte. Besonders schlimm empfand ich die Übelkeit abends auf der Couch in den ruhigen Stunden mit Niklas. Das war für uns sehr schade, weil wir unsere Partnerzeit dadurch nicht mehr so gut genießen konnten wie in den Wochen vor der Schwangerschaft.

Auch mein Kreislauf war leider in diesen Wochen immer wieder sehr instabil. Ich hatte schon früher öfter Kreislaufprobleme – nun sind diese wieder sehr präsent. Ich habe deshalb für den Notfall immer ein Stück Traubenzucker bei mir, das ich dann schnell lutschen kann. Meine Hebamme empfohl mir, ein Döschen mit frisch gemahlenem Rosmarin und Olivenöl bei mir zu haben und daran zu riechen, wenn ich wieder einen Schwindelanfall habe. Das bewirkt tatsächlich Wunder.

Laktoseintoleranz. Ich weiß nicht, ob es einfach so auftrat oder in Zusammenhang mit der Schwangerschaft steht. Ich bin ein wahrer Milchproduktfan aber seit einigen Wochen vertrage ich das alles nicht mehr. Sahne, Joghurt, Milch, Quark, all das musste nun laktosefreien Produkten weichen oder ich musste mir andere Alternativen überlegen. Hier bietet aber mittlerweile jeder herkömmliche Supermarkt eine gewisse Auswahl, so dass mir das gar nicht schwer fällt.

Körpergefühl

Abgesehen von meinen kleinen Zipperlein, unter welchen leider viele Frauen in den ersten Wochen leiden, und dem Mini-Babybauch fühlte ich mich noch sehr unschwanger. Ich hatte keine verrückten Gelüste (von meiner plötzlichen Gurken-Sucht einmal abgesehen) und auch an Gewicht nahm ich nicht zu – was bei Samuel damals zum Leidwesen meines Rückens ganz anders war! Mein Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft waren 55,5kg bei einer Körpergröße von 1,56m – völlig in Ordnung also und vor allem ganze vier Kilogramm weniger als bei Samuels Schwangerschaft. Trotzdem wuchs und wächst das Bäuchlein stetig – ich habe das Gefühl diesmal geht es doppelt so schnell, da das Gewebe noch weich ist und die Schwangerschaften eng bei einander liegen. Ich bin also gespannt, wie groß der Bauch am Ende dieser Schwangerschaft sein wird.

Dass erste Trimester ist nun bereits passé und wir können aufatmen, uns freuen.  Wir drei genießen also alle schönen Momente noch viel intensiver, denn bald wird her noch ein viertes Menschlein wohnen und das wird unsere Welt sicherlich komplett auf den Kopf stellen!

Alles Liebe,
eure Jasmin

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