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Urlaub in den Bergen – mit der ganzen Familie

Schon als Kind hat mich Urlaub in den Bergen sehr fasziniert. Ich war mehrmals mit meinen Großeltern meist ein Mal im Jahr auf der schwäbischen Alb oder in den österreichischen Alpen für Wandertouren. Dabei habe ich mich sowohl über die Wandertouren gefreut, als auch über die gemütlichen Abende auf einer Berghütte. Urlaub in den Bergen heißt für mich also Kindheitserinnerung, Murmeltiere pfeifen hören, Geisböcke beobachten, Wildblumen riechen und belegte Brutterbrote im Rucksack schleppen, die ich dann auf dem Gipfel verspeise. Oh und natürlich darf man die Brettljausen nicht vergessen – herrlich!

Über den E5 nach Italien

Meine eindrucksvollste Wanderung war jene über den E5 ab Oberstdorf nach Meran in Italien. Ja, bis nach Italien über die Alpen laufen. Ganz entspannt über zwei Wochen mehrere lange schwere Wandertouren über Gletscher, vorbei an Bergseen. Es war himmlisch. Meinen Bruder hatte ich mit dabei, damals glaube ich 14 Jahre alt, und meinen Opa. Ich glaube, dass meine Mama ziemlich ängstlich war. Was, wenn einer abrutscht – womöglich dem Opa etwas passiert – und ihre beiden Kinder dann mutterseelen allein auf dem Berg stehen und nicht weiter wüssten? Deshalb war sie auch ganz froh, dass wir ein Handy für den Notfall dabei hatten, Kletterseile, Spikes und verschiedene andere Gerätschaften, die unser aller Sicherheit garantieren sollten. Und wir wussten, wie wir die Bergwacht erreichen konnten.

Eine gewisse Bergerfahrung, die richtige Ausrüstung und vor allem Ausdauer setzt so eine Mehrtagestour nämlich trotzdem voraus, auch wenn man nicht allein unterwegs ist. Unsere Touren gingen meistens 6-8 Stunden. Wir hatten immer eine Karte, einen Kompass und natürlich all unser Reisegepäck dabei. Ganz schön schwer, obwohl wir uns bemüht haben, wenig einzupacken. Ich glaube, wir hatten neben der Wanderausrüstung nur eine Ersatzhose dabei, bei der man die Beine abnehmen konnte – so hatten wir gleichzeitig eine kurze Hose für warme Tage, eine Regenjacke, zwei Shirts, drei Unterhosen und zwei Paar Socken (neben dem, was wir am Körper trugen). Das hieß aber auch, dass wir auf den Hütten, in denen wir übernachteten unsere Sachen waschen mussten.
Das war ein Spaß, sage ich euch! Das Wasser war übrigens meistens kalt, denn für warmes Wasser muss man auf Berghütten oftmals extra bezahlen. Das kalte Wasser kam oft von Bergseen oder kleinen Bergbächen, also vom Gletscher. Da macht auch duschen richtig viel Freude.
Ihr seht, dieser Urlaub hat abgehärtet. Und trotzdem war eine wundervolle Erfahrung, mal etwas ganz anderes als Urlaub im Hotel! Ich denke, dass vor allem Kindern so ein Urlaub absolut nichts ausmacht, denn sie brauchen im Prinzip nichts wirklich außer die Natur.

Übrigens habe ich damals bei unserer Alpenüberquerung eins meiner schönsten Erlebnisse gehabt. Ich weiß noch genau, wie wir von Oberstdorf aus zur Kemptner Hütte auf 1.846 Metern aufgestiegen sind. Schweißtreibend war es, es war richtig heiß an dem Tag. Abends war ich so froh über mein Vesper! Am nächsten Tag ging es weiter zur Memminger Hütte auf 2.242 Metern – mit gut neun Stunden Gehzeit ist es die längste Etappe auf unserem Marsch über die Bergkette gewesen und dank des Wetters war sie furchtbar anstrengend. Nicht nur die Grenze zu Österreich haben wir auf dieser Etappe überquert, sondern auch den Simms-Wasserfall gesehen – aber durch den heftigen Höhenmeterunterschied leibt es eine der anstrengendsten Touren unserer Reise. Ihr könnt euch also denken, wie verschwitzt wir auf der Hütte ankamen, oder? Leider gab es kein warmes Wasser und nach einer kalten Dusche war mir so gar nicht. Ne, da verzichtete ich lieber und machte Katzenwäsche. Anschließend machte ich eine kleine Erkundungstour in der näheren Umgebung – und entdeckte einen wundervoll klaren Bergsee, den Seewisee.

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Es lag da vor mir, in der herrlichen Abendsonne und lockte mich. Ein Blick über die Schulter, ein kurzer Moment und schon war ich drin. Mensch war das herrlich – und eiskalt! Ich schwamm meine drei kleinen Runden und bibberte dann am ganzen Körper – es war wirklich schweinekalt! Ab in die Hütte und irgendwie versuchen, die Haare trocken zu bekommen. Ihr hättet mal das Gesicht meines Großvaters sehen können. Wir hatten ja keinen Föhn. Mann, war der SAUER! Habe dann einen Schnaps von ihm bekommen, damit mir wieder warm wird. Das werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen!

Nachts auf dem Berg

Mitten in den Bergen übernachten ist wundervoll, vielleicht erinnert ihr euch an einen Urlaub, bei dem ihr morgens direkt auf die verschneiten Hänge schauen konntet. Aber ich sage euch, Urlaub in einer Berghütte, kurz unterhalb des Gipfels ist noch mal eine ganz andere Erfahrung. Wenn du abends da sitzen kannst und siehst, wie die Sonne die Gipfel in goldgelbes Licht taucht, du mit deiner Brettljause da sitzt und einfach nur staunst, dann kannst du dir kaum vorstellen, dass all das gerade wirklich da ist, direkt vor deinen Augen. Und morgens wirst du von den Glocken der Ziegen und Schafe geweckt, die auf die Alm laufen, trinkst frische noch warme Kuhmilch und freust dich, dass du es bis zum Gipfel nur noch ein paar Höhenmeter hast. Ja, da fühlst du dich richtig frei!

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Die richtige Ausrüstung

Je nach Vorhaben ist es wichtig, die richtigen Utensilien dabei zu haben. Steigeisen, Kletterseil, richtige Wanderschuhe, eine dichte Trinkflasche, Kopfbedeckung und und und. Am besten informiert ihr euch vorher, was ihr alles benötigt. Natürlich kommt es auch immer ein bisschen auf den Urlaub an, den man plant, wenn man in einem Chalet untergebracht ist, sind andere Dinge notwendig, als auf einer Hütte im Schlafsaal.

 

Wenn ich euer Interesse an einem Urlaub in den Bergen geweckt habe, dann schaut euch doch gern ,mal das kostenlose E-Book von Austria Info an. Es ist ein frei verfügbarer Ratgeber, der einem den Einstieg ins Abenteuer “Berge” leicht macht und heißt “Mit Kindern in den Bergen.”

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Wie ist das bei euch? Wart ihr schon mal richtig in den Bergen für einen Urlaub? Könnt ihr euch Wanderungen von Hütte zu Hütte mit wenig Komfort überhaupt vorstellen, oder geht ihr lieber in ein Hotel?

Alles Liebe,

Jasmin

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