Yes, I do.

1 Jahr sind wir Familie N. Vor 1 Jahr haben wir Ja zueinander gesagt. Ja zu all den schönen Dingen, die den Partner ausmachen, aber auch ja zu den Macken und Fehlern.

Für mich stand immer fest: Heiraten. Kind. Haus. Ganz klassisch und traditionell. Trotzdem kam alles anders. Niklas und ich verliebten uns ziemlich schnell bis über beide Ohren und wir wussten jeweils vom Partner, der oder keiner. Nach “nur” 7 Monaten Beziehung stellte Niklas mir bereits die Fragen aller Fragen, ganz klassisch und sehr romantisch mit einem Kniefall auf der Domplatte. Ich war überglücklich und plante im Kopf bereits, wie unser großer Tag aussehen sollte. Nur zwei Wochen später hielt ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen, mit dem wir erst ein paar Monate später gerechnet hätten (Hormone über Jahre zu nehmen, scheint nicht bei allen Frauen vorübergehend die Empfängnis zu erschweren…). Also legten wir unsere Weddingpläne auf Eis. Aber im Mai 2015 kreisten unsere Gedanken immer weiter um dieses Thema. Heiraten. Eins sein. Zusammen gehören. Wir wollten das so sehr und auch wenn ich eigentlich nicht mit Kugel heiraten wollte, im Hochsommer, mit Birkenstocks, weil die Füße – aufgequollen vom Wasser – einfach in keinen anderen Schuh mehr passen wollten, machten wir trotzdem ganz spontan einen Termin beim Standesamt noch vor der Geburt unseres ersten gemeinsamen Kindes aus.

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4 Wochen später konnte ich morgens vor Aufregung den Lidstrich nur schief ziehen, verfluchte meine Haare und mein Herz schlug bis zum Hals. Er war gekommen, unser Tag. Es sollte eine kleine Feier im engsten Kreis bei uns im Hof werden. Mit Grill und hübsch geschmückten Tischen. Dass dann aber 40 Grad Celsius für den Tag angesagt waren, machte mir neben all der Aufregung zusätzlich zu schaffen. Aber nun gut, ich war schließlich fertig und machte mich mit meiner Trauzeugin auf den Weg zu Standesamt – Niklas wartete dort auf mich, er hatte sich bei seinem Trauzeugen umgezogen. Wir wussten also beide nicht, was der Partner tragen würde und ich war so gespannt, ob ich ihm meine Kugel so hübsch verpackt noch mehr gefallen würde. Für alle, die mich kennen, brauche ich nicht zu erwähnen, dass ich fast zu spät zu meiner eigenen Trauung kam. Für alle anderen: es war ‘ne echt knappe  Kiste (nicht zuletzt, weil meine Trauzeugin das Stammbuch im Auto vergaß und ihr Freund schnell – in der Hitze – zum Auto zurückrennen musste).

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Vor dem Standesamt wurden noch schnell ein paar Bilder geknipst und dann ging es runter zum Rhein, wo wir ebenfalls ein paar Bilder schossen (zum Glück bemerkten wir den kleinen Fehler, der sich auf den Tafeln eingeschlichen hatte…). Da es dann aber schon unerträglich heiß war, flüchtete wir schnell zur Feierlocation aka zu uns nach Hause. Vor Hitze kamen wir wirklich fast um und ich spreche jeder Braut mein Beileid aus, die an diesem Tag im langen Brautkleid heiratete. Ich selbst hielt es nur in unserer kühlen Küche aus, wie auch viele andere Gäste. Die Torte floss förmlich davon, ebenso wie alles andere. Nur der kleine Pool brachte etwas Abkühlung.

Trotz dass es lange nicht perfekt war, zählt doch unterm Strich nur, was wir für den Partner fühlen. Und wie es in unseren Herzen aussieht, dafür ist jeder selbst verantwortlich. Und irgendwann…ja irgendwann trauen wir uns auch kirchlich und feiern im Anschluss unsere Traumhochzeit.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hey 🙂 der blogeintrag ist so schön *_* wie lang wart ihr eig zsm als ihr zsm gezogen seid? 🙂

    1. Bis wir in eine neue Wohnung zusammen gezogen sind hat es sieben Monate gedauert. Vorher haben wir aber quasi bei Niklas im WG Zimmer gewohnt (ab Tag 1) weil bei mir in der Wohnung Schimmel war – deshalb waren wir da nur selten. 🙂

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