Wo sind schon wieder die Wohnungsschlüssel? Was wollten wir heute noch gleich kochen? Habe ich nun schon neue Windeln gekauft? Und wann war der Termin beim Zahnarzt? Mist, war nicht gestern meine wichtige Klausur? Scheiße. Ständig…nein, immer (!) vergesse ich alles. Egal ob wichtig oder unwichtig. Termine trage ich mir daher fein säuberlich in meinen Terminplaner, aber wenn ich den verlege (ihr wisst ja, Stilldemenz), dann ist alles zu spät!

Stilldemenz. Ich hab’ sie seit Samuels Geburt und Herr Google verriet mir damals, dass sie nach spätestens einem Jahr wie weggeblasen ist. Nämlich dann, wenn ich wieder genügend Schlaf bekommen würde, um meine Gedächtnisfähigkeit voll ausnutzen zu können. Aber nix. Pustekuchen. Herr Google, Sie haben sich getäuscht. Es sind nun 14 (vierzehn!) Monate vergangen und ich bin – verzeihen Sie mir meine Ausdrucksweise – scheiße nochmal so vergesslich wie ein paar Tage post partum!

Ob das an meinem mangelnden Nachtschlaf liegt, der auch nach über einem Jahr noch nicht ausreichend ist, um mein Gehirn mit genügend Energie zu versorgen? Oder vielleicht am Stress? Muss ich jetzt aufhören zu studieren, um wieder eine höhere Konzentrationsfähigkeit zu erlangen? Aber dann wär’ doch alles für die Katz’! Ich brauche die Konzentrationsfähigkeit und mein Gedächtnis doch für die Uni! Okay, es wäre vielleicht ganz hilfreich meinen Wohnungsschlüssel gleich zu finden ohne eine halbe Stunde zu suchen. Und es wäre wirklich wirklich toll, wenn ich mir merken könnte, ob ich den Herd nach dem Kochen ausgeschaltet habe.

Manchmal, da treibt meine Stilldemenz nicht nur meinen Ehemann in den Wahnsinn, sondern auch ich stehe kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Wann wird das endlich wieder besser? Wann?

Alles Liebe,
eure Jasmin

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