Samuel träumt – Sanfter Babyschlaf?

Von Anfang an schlief unser Baby gern und viel. Das dann auch meistens überall. Ich weiß, wir wurden dafür von so manch schlaflosen Eltern gehasst. Wir sind so dankbar, dass wir eine so unkomplizierte Schlafmütze haben. Meistens. Denn es gab auch lange Phasen, ich welchen Samuel keinen, ich sage mal für uns, angenehmen Schlafrhythmus hatte .
Eine Zeit lang wurde Samuel immer so gegen 20:30 Uhr müde und wachte dann im Drei-Stunden-Rhythmus auf, um nach dem stillen direkt wieder einzuschlafen. Das war für mich super angenehm und nur bedingt anstrengend. Mein Körper hatte sich schnell daran gewöhnt, alle drei Stunden geweckt zu werden.
Aber dann änderte sich plötzlich alles und Samuel wollte abends nur wenig schlafen. Manchmal waren es fünf Minuten, manchmal zwanzig und selten ein oder zwei Stunden. So ging das bis zwei Uhr nachts. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich das als sehr kräftezehrend empfunden habe – auch wenn unser Baby ein Langschläfer ist und mich meist erst gegen halb zehn in der Früh weckt. Samuel hingegen scheint das nichts ausgemacht zu haben, er war weiterhin entspannt und fröhlich.
Glücklicherweise ist das alles nur eine Phase gewesen. Das war einer der ersten Mantras, die ich mr einredete. Wenn etwas schwierig oder anstrengend war, sagt ich mir immer wieder Es ist alles nur eine Phase. und Es geht vorbei. Und diese Phasen gibt es auch heute noch.
Wir haben für uns festgestellt, dass ein festes Abendritual wichtig ist, denn dann weiß Samuel, dass er nun ins Bett geht. Aber wir haben entschieden, dass wir Samuel an keine feste Bettgeh-Uhrzeit binden wollen. Noch nicht. Irgendwann wird sich das sicher einpendeln. Noch hat er aber auch Tagsüber noch keinen festen Schlafrhythmus und ist daher zu völlig unterschiedlichen Uhrzeiten müde. Ich habe einfach nicht die Geduld, ein nicht müdes Baby um, zum Beispiel, acht Uhr ins Bett zu legen und über eine Stunde Schlaflieder-singend daneben zu sitzen, weil es noch nicht einschlafen will. Deshalb passen wir unseren Abend an Samuels Bedürfnisse an und legen ihn schlafen, wenn wir merken, dass er müde wird.
Bezüglich des Schlafplatzes gab es eine kleine Veränderung. Die ersten knappen fünf Monate schlief Samuel neben uns auf der Couch im Wohnzimmer, bis wir selbst ins Bett gingen. Die Vorstellung ihn allein ins Schlafzimmer zu legen, bereitete uns ein mulmiges Gefühl. Komisch, oder? Eigentlich sollte man doch froh sein, das Kind mal nicht in unmittelbarer Nähe zu haben und den Abend mit dem Partner genießen zu können. Aber auch hier belehrte mich mein Muttergefühl eines besseren und auch andere Mütter berichteten mir vom selben Phänomen. Ich? Ne Helikoptermutter? Definitiv!

 

Nun legen wir Samuel, wenn er gerade einen schlechten Tag hat in seine Federwiege und er schläft dort nach ein wenig schaukeln ein, bis er eben irgendwann wach wird. An guten Tagen legen wir ihn ins Schlafzimmer und meistens schläft er dort ein bisschen länger als in der Wiege bis zur nächsten Mahlzeit.

Für uns ist das der entspannteste Weg, mit wenig Protest seitens Samuel. Schlaflernprogramme oder ähnliches kommen für uns nicht in Frage. Wir nehmen es, wie es kommt und sind ganz zufrieden, wenn auch mal mit Zombie-Augenringen.
Das Familienbett gefällt uns im übrigen sehr und wir suchen nach einer guten Lösung, wie wir es beibehalten können, wenn Samuel zu groß für den Anbau wird. Unser Bett wird dann nämlich auch langsam etwas eng. Schade eigentlich, finden wird!

 

Alles Liebe,
eure Jasmin

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