Tauchen lernen auf Koh Tao – Ich gehe Scuba Diven

Schon früher, wenn meine Mama National Geographic einschaltete, saß ich wie angewurzelt auf der Couch und war begeistert von Dokumentationen über unseren Planeten Erde. Ganz besonders fesselten mich solche über die Meere und die Unterwasserwelt. Bunte Fische, Korallen und diese unendliche Tiefe zogen mich immer und immer wieder in ihren Bann. Klar, dass das Erste was ich tat, als wir auf Koh Tao ankamen, eine Tauchschule zu suchen war. Nunja, suchen muss man hier nicht lange, denn die gibt es hier fast wie Sand am Meer. Ziemlich schwierig also, für einen Laien wie mich, sich da etwas passendes auszusuchen. Welche Kriterien sollten erfüllt sein? Worauf muss ich achten? Ich hatte keine Ahnung.

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Tauchen im Dive Point Koh Tao

Ich verglich also online ein paar Schulen miteinander und stolperte dabei über Dive Point Koh Tao. Die Homepage ist super übersichtlich aufgebaut, was es mir leicht machte, näheres über die Kursinhalte herauszufinden. Ich wollte einen Open Water Kurs absolvieren, der es mir nach erfolgreichem Abschluss erlaubt bis auf 18m zu tauchen. Dieser Kurs sollte 3 Tage dauern und ganze sechs Tauchgänge beinhalten (regulär sind es vier) – zu einem unschlagbaren Preis von 8000 Baht (das entspricht in etwa 200 Euro – eventuell kann sich der Preis aber je nach Saison ändern). Ich war also Feuer und Flamme und berichtete Niklas von meinem Fund und schon nach der ersten Nacht auf Koh Tao marschierten wir zum Pier an dem die Tauchschule liegt und meldeten mich für den Kurs an, der noch am selben Tag starten sollte.

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Wow, das ging alles schnell und innerlich machte ich bereits Luftsprünge – ich sollte bereits in den nächsten 24 Stunden das erste Mal in die Tiefe tauchen. Kein Plantschen im Pool, keine Trockenübungen an Land, sondern lediglich Theorie (die ist sehr wichtig für das Grundverständnis) und dann ab aufs Boot. So gefällt mir das! Ich schaute also aufmerksam den Film, ackerte im Appartement die Kapitel durch und war am nächsten Morgen gut vorbereitet. Gegen 11:30 stand ich dann am Pier, mit meinem Bikini, einem Handtuch und Sonnencreme LSF 50 im Gepäck – und einem riesen Kribbeln im Bauch. Das Boot legte ab und Niklas winkte mir vom tauchschulinternen Restaurant Paprika aus mit Samuel auf dem Arm zu.

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Los geht’s – Das Equipment aufbauen

Ich hatte aber keine Zeit zu verschnaufen, denn direkt ging es runter auf das unterste Deck (das Boot hat drei!), um das Equipment (Total Diving System) aufzubauen. Das heißt also, den Atemregler an die Flasche anschließen, Druck auf der Flasche kontrollieren, Luftqualität überprüfen, Funktion der Tarierjacke überprüfen, Tauchanzug anziehen, Bleigürtel anlegen, Flossen und Maske bereit legen usw. Puh, ganz schön viel zu tun, bevor man ins Wasser hüpfen kann. Am Anfang fiel es mir sehr schwer, mir alle Schritte zu merken, aber ich denke umso mehr Tauchgänge ich getaucht haben werde, desto routinierter werde ich sein.

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Der erste Tauchgang

Und dann war er da, der Moment, an dem ich an der Rehling stand, in voller Montur, mit einer Mischung aus vorfreudigen Kribbeln und größtem Respekt im Bauch. 3…2…1…platsch. Ich atmete durch den Atemregler, “Hey, das geht ja ganz easy! Tarierjacke aufblasen, OK an den Kapitän senden. Ich bin im Wasser und mir geht’s super!”, dachte ich. Noch etwas mühsam schwamm ich zu Patrick, meinem Tauchlehrer, und wartete auf die anderen drei Kursmitglieder. Wir versammelten uns an der Boje und tauchten dann das erste Mal ab, gemeinsam, ganz langsam. Der Druckausgleich klappte gut, langsam legte sich die Aufregung und ich merkte, wie mein Atem tiefer und ruhiger wurde. Wir schwammen zu einem Sandplatz auf ca. 5 Meter Tiefe, um dort unsere Übungen zu absolvieren. Maske mit Wasser füllen und entleeren, Flossenschlag, Atemregler suchen usw. Anschließend tauchten wir im flachen Gewässer noch etwas am Riff entlang.

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Mittagspause in der Dive Point Küche

Auf dem Boot zurück wärmten wir uns mit Tee auf und stärkten uns mit frischem Obst. Ein weiterer Vorteil vom Dive Point: es gibt eine Küche an Bord! Das hat hier sonst kein anderes Boot auf Koh Tao. So gibt es immer frisches Essen und morgens, bei den frühen Tauchgängen, auch ein nettes Frühstück mit frischem Rührei! Ich hatte sogar noch ein paar Minuten, um mich auf dem obersten Deck, dem Sonnendeck zu sonnen 🙂 Es gibt dort eine Hängematte! Ich meine, wie cool ist das denn?!

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Beim zweiten Tauchgang ging es bereits etwas tiefer auf ca. 13 Meter und wir sahen viele verschiedene Fische! Das war aufregend und hat richtig viel Spaß gemacht. Auch dort machten wir in etwas flacherem Wasser wieder einige Übungen, die uns Patrick jedes Mal vorher zeigte. So brauchten wir nur nachmachen, was er tat.

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Tauchen macht müde

Nach dem ersten Tag war ich vollkommen k.o. – der Stickstoff musste erstmal von meinem Körper abgebaut werden und ich war auch völlig platt vom ganzen Input. Da habe ich das erste Mal bemerkt: auch wenn es sich unter Wasser kaum danach anfühlt, tauchen ist Sport. Anstrengender Sport. Wunderschöner Sport.

Am zweiten Tag tauchten wir nochmal im Japanese Garden, die Dive Site an der wir auch am ersten Tag den zweiten Tauchgang gemacht hatten. Wir absolvierten wieder die Übungen unter Wasser, diesmal ein bisschen schwierigere Skills. So musste ich zwei Mal einen Notaufstieg simulieren und auftauchen! Das hat riesigen Spaß gemacht und mir vor allem für den Ernstfall gezeigt, wie ich es richtig machen muss, ohne größere Schäden zu erleiden. Auch das Riff bot wieder richtig tolle Farben und eine Artenvielfalt, wie eh und je.

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Moräne, Nemos und Unterwassertunnel

Am dritten Tag ging es wohl am tiefsten runter, auf 17.5 m! Wir tauchten an der Dive Site Green Rock in Koh Tao, welche einige Dive Throughs hat, kleine Unterwassertunnel! Das hat so viel fun gemacht! Es ist wirklich gar nicht so einfach, nicht irgendwo anzustoßen und daher ist eine gute Tarierung das Wichtigste. Ich hatte sogar das Glück eine Muräne zu entdecken, welche gerade aus ihrem Felsloch schwamm. Später haben wir dann noch die Clownfischfamilie besucht, die am Riff wohnt. Lustige kleine Fische sind das, sage ich euch!

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Ich hatte so viel Spaß bei meinen ersten sechs Tauchgängen, was ganz bestimmt der guten Tauchschule und meinem Diving Instructor Patrick zu verdanken ist, dass ich bereits meine nächsten beiden Tauchgänge fix gemacht habe und ein weiteres Zertifikat erwerben werde! Darauf freue ich mich jetzt ganz besonders.

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Alles Liebe,

Jasmin

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Dive Point Koh Tao. Vielen Dank!

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