Glücklich durch die Schwangerschaft >> Schwangerschaftswoche 31 und 32

Schwanger sein ist für mich und meinen Körper nicht einfach nur schön, sondern eine große Herausforderung. Wenn ich darüber nachdenke, ob ich gerne schwanger bin, dann muss ich diese Frage wohl eher mit einem Nein beantworten. Wobei, so ganz stimmt das auch nicht. Ich finde die Veränderungen an meinem Körper schön und ich finde es faszinierend, was er leistet. Aber es ist auch unheimlich anstrengend. Ich spüre bereits morgens eine große Anstrengung, wenn ich aufstehe und der Tag mit Kleinkind und dicker Murmel mit bevor steht – und die Belastung ist diesmal eine ganz andere als in der Schwangerschaft mit Samuel. Oft tut hier etwas weh, mir ist übel oder ich habe schlimmes Sodbrennen – alles Dinge, auf die ich gerne verzichten würde. Aber letztlich versuche ich zu fokussieren, was am Ende dabei heraus kommt, nämlich ein kleines perfektes Menschenkind, das uns jetzt schon unwahrscheinlich glücklich macht. (Und ganz bestimmt schlaflose Nächte beschert – aber das ist eine andere Geschichte, haha).

Baby Bump Update,


Schwangerschaftswoche 31 und 32

SO GROSS WIE…

Wie immer kann ich euch nur einen Richtwert geben, denn auch in dieser Woche war ich nicht beim Gynäkologen. Wer unseren Blog schon länger liest, weiß ja, dass wir eine Hebammen geleitete Vorsorge machen und ich auf alle Ultraschalltermine (abgesehen von dem um die 20. Woche) verzichtet habe. Ebenso auf den Termin um die 30. Schwangerschaftswoche. Meine Hebamme war jedoch bei uns und hat mir durch Tasten bestätigt, dass unser Baby fleißig weiter wächst und gedeiht. Laut meiner App soll ein Baby in der 32. Schwangerschaftswoche ungefähr 1700 Gramm wiegen und in etwa 42 Zentimeter groß sein – das entspricht übrigens in etwa der Größe eines Kürbisses (wobei mich diese Angabe tatsächlich etwas irritiert, schließlich gibt es riesige Kürbisse und kleine).

KINDSBEWEGUNGEN.

Ich spüre das Avocado-Baby jeden Tag. Kräftige Tritte und Armhiebe sind hier an der Tagesordnung. Besonders in Phasen der Entspannung merke ich, wie das Baby immer wieder Kontakt zu mir aufnimmt und mit mir kommuniziert. Wir spielen dann miteinander, ich streichle es und es antwortet mit einem kleinen Kick gegen die Bauchdecke. Das ist unfassbar schön. Ja, ich glaube, dass diese innige Verbindung, die man schon während der Schwangerschaft aufbaut einer der schönsten Aspekte an einer Schwangerschaft sind. Und dann habe ich das große Glück, dass ich das auch noch mit meinem Mann und meinem Sohn teilen kann.

KÖRPERGEFÜHL.

So langsam aber sicher fühle ich mich dick. Also so insgesamt. Ich merke, dass ich langsam an diesen Punkt in der Schwangerschaft komme, an dem man frustriert ist, weil man in keine Kleidung mehr passt und an dem die Waage nur noch den unaufhaltsamen Weg nach oben kennt. Meine zeigt mittlerweile 61,8 Kilogramm an. Puh, das heißt, dass ich mittlerweile schon 6,5 Kilo zugenommen habe. Ja, das ist immer noch bedeutend weniger, als in Samuels Schwangerschaft und vollkommen im Rahmen aber ich habe ja auch noch ein paar Wochen vor mir – und jede Frau, die schon einmal schwanger war, weiß, dass man so richtig viel eigentlich erst in den letzten Wochen zunimmt. Nämlich dann, wenn das Fruchtwasser und das Gewicht des Babys nochmal ordentlich mehr wird.
Trotzdem kann ich mich nicht beklagen. Meine Brüste haben mittlerweile wieder eine sehr schöne Form bekommen, nachdem ich nach dem Abstillen eher etwas frustriert war und sie nicht mehr besonders mochte. Ja, und gewachsen sind sie auch nochmal ordentlich (worüber sich der Mann sicherlich freuen dürfte). Was also das angeht, fühle ich mich wieder richtig attraktiv und das ist ja auch etwas positives, oder?

BABYBAUCH.

Die Babykugel wächst fleißig weiter. Ich habe das Gefühl, dass der Bauch langsam beginnt, sich etwas zu senken. Aber die Hebamme ist anderer Meinung. Nein, tatsächlich ist der Bauch nochmal 1,5 Zentimeter nach oben gewachsen und hat auch an Umfang nochmal weiter zugelegt. Stolze 95 cm Bauchumfang habe ich nun, also eine richtige richtige Murmel.
Glücklicherweise sind bislang keine neuen Risse in der Haut hinzu gekommen, was sicherlich der täglichen Pflege zu verdanken ist. Ich hoffe sehr, dass das auch vorerst so bleiben wird, denn auch wenn ich gelernt habe, meine kleinen Streifen zu akzeptieren, finde ich mich ohne natürlich schöner. Der Bauchnabel steht mittlerweile übrigens ganz seltsam hervor und ist auch ziemlich groß geworden, daran kann ich wohl aber leider nichts ändern. Übrigens ist mir aufgefallen, dass meine Linea Nigra, die feine braune Linie zwischen Schambein und Nabel diesmal (noch?) kaum zu sehen ist. Ich meine mich zu erinnern, dass sie bei der Schwangerschaft mit Samuel viel präsenter war. Schade eigentlich, ich fand diese Linie immer sehr hübsch!

STIMMUNGSBAROMETER.

Ich bin ziemlich glücklich und zufrieden. Ja, so kann man das sagen.

WEHWEHCHEN.

Mein Bein und Rücken schmerzen weniger. Das freut mich natürlich sehr. Trotzdem mache ich weiter meine Übungen, damit es nicht wieder schlimmer wird. Aber das Sodbrennen ist so fies geworden, dass ich mich mehrmals täglich fast übergeben muss. Bestimmt liegt das daran, dass unser Baby so langsam weniger Platz im Bauch hat.
Abgesehen von Sodbrennen und ab und an etwas Kopfschmerzen geht es mir allerdings gut.

LECKERMÄULCHEN UND NASCHKATZE.

Nun, ich kann voller Stolz verkünden, dass sich meine Naschereien wieder etwas gelegt haben. Ja, mal hier und da etwas Weingummi und natürlich morgens zum Frühstück ein Marmeladen- oder Nutellabrot, aber sonst sind meine Gelüste was Süßes angeht wieder etwas zurück gegangen. Stattdessen ist die Spargelsaison eröffnet und ich könnte wirklich täglich Spargel essen.
Wer sich vielleicht noch an meine ersten Updates erinnert, weiß, dass ich damals nahezu aufgehört habe Fleisch zu essen. Das ist immer noch so. Mir schmeckt es einfach nicht mehr (von Salami einmal abgesehen). Beim Gedanken an Fleisch überkommt mich ganz schnell Ekel und ich bleibe dann lieber bei Gemüse und Beilagen.

NEUZUGÄNGE.

Wenn meine Schwangerschaftsdemenz mir keinen Streich spielt, dann habe ich den letzten beiden Wochen tatsächlich nichts fürs Baby gekauft. Obwohl… ich würde so gerne endlich anfangen, alles einzurichten, zu dekorieren und … lassen wir das lieber, sonst springe ich gleich vom Sofa auf und renne in den Keller, um Samuels süße Babyklamotten hervor zu kramen.

MEIN PERSÖNLICHER GLÜCKSMOMENT.

Ich denke, der schönste Glücksmoment war an einem Wochenende, als wir alle drei… äh vier … zusammengekuschelt im Bett lagen. Samuel wollte eigentlich bereits aufstehen, als ich mich an Niklas gekuschelt habe ist er aber zurück ins Bett gekrochen gekommen und hat sich neben uns gelegt. Da lagen wir dann, wie die Orgelpfeifen. Niklas an meinen Rücken geschmiegt, ich mit meinem Dickbauch und dem kleinen Samuel vor mir und im Bauch hat unser Avocado-Baby gestrampelt. Mann, war das schön!

Alles Liebe,
eure Jasmin


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.