Einfach Eltern sein >> Wenn Ratschläge nerven *Anzeige

Himmel, was wird an Entscheidungen und Erziehungskonzepten gerüttelt. Ständig kommt einer und sagt uns, was richtig und was falsch ist. “Das Kind darf nicht mit bei euch im Bett schlafen, ihr verwöhnt es zu sehr!” “Ach lass das Kind doch mal ein Stück Schokolade essen!” “Ne, also dem Kind das Tablet geben finde ich nicht in Ordnung!” Ja, seit wir Eltern sind, müssen wir uns ständig und überall rechtfertigen, müssen unseren Standpunkt verteidigen und wie die Löwen für das kämpfen, was wir für richtig halten. Und ganz ehrlich? Das nervt! Es bringt mich manchmal an meine Substanz, zum fünfzehnten Mal erklären zu müssen, warum wir unser Baby gerne tragen und dass es in der Tragehilfe nicht ersticken kann. Es macht mich verrückt, mich zu rechtfertigen, warum ich unsere beiden Kinder bei uns im Bett schlafen lasse. Als wäre dieser 24/7 Job Eltern sein nicht schon Nerven aufreibend genug, wird man auch noch ständig beurteilt und die Elternqualitäten werden in Frage gestellt. Dabei ist für mich Elternsein eigentlich nur eins: die schönste Aufgabe im Leben.

Ich liebe es, dass ich meine Kinder (auf)wachsen sehen kann. Denn dabei wachse ich automatisch mit, ja manchmal sogar über mich hinaus. Ich habe mich durch meine Kinder völlig neu kennen gelernt, meine eigene Kindheit reflektiert und versuche, aus allem das Beste für mich und unser gemeinsames Leben herauszufiltern. Mein Partner unterstützt mich dabei und gemeinsam reflektieren wir uns und unsere Entscheidungen stetig. Wir arbeiten an uns. Wir versuchen, gute Eltern zu sein, uns zu informieren und ganz oft auf unser (verdammt gutes) Bauchgefühl zu vertrauen. Und ja, manchmal kommen wir zu der Erkenntnis, dass wir mit unserem Latein am Ende sind, dass wir nicht weiter wissen. Und dann fragen wir.

Was ich sagen will: wir brauchen keine (gut gemeinten) Ratschläge – aber wir nehmen sie gerne an, wenn wir danach fragen. Diese Ratschläge kommen dann auch viel besser an als aufgezwungene Tipps, die wir gar nicht hören wollen – wir freuen uns dann über die Hilfe von Großeltern, Eltern und Freunden. Wie oft habe ich bereits die Nummer meiner Mama gewählt und sie gefragt “Mama, wie war das bei dir? Hast du einen Tipp?” Und da war es völlig egal, ob ich zu wenig Milch hatte und sie mir zu Babydream Stilltee riet, oder zu Bio Baby Fencheltee bei Bauchschmerzen, oder ob es die Babydream Einmalwaschlappen getränkt in lauwarmen Schwarztee gegen einen wunden Babypopo waren – ich war dankbar. Sehr sogar. So oft lief ich nach dem Telefonat zur Rossman Drogerie bei uns um die Ecke und hatte eine Lösung für mein Problem.

Seit wir die Fronten geklärt haben, sind wir hier alle zufriedener im Hause Nimmerland. Hier geht es jetzt entspannter zu und ich rolle nicht mehr mit den Augen, wenn es heißt “Das Baby hat kalte Füße, es braucht Socken”, denn beide Parteien lernen von einander. Ich gebe mein Wissen an meine Familie weiter, denn manche Dinge sind einfach nicht mehr aktuell und dafür kann ich auf alt bewährte Tipps zurückgreifen. Eltern sein ist ein Geben und Nehmen, eben auch generationsübergreifend. Ich weiß jetzt also genau, wann ich auf mein Bauchgefühl vertrauen kann und will und wann ich doch jemanden mit mehr Erfahrung um Rat bitte. Und auch die Großeltern und Eltern sind zufriedener, denn jetzt wissen sie, dass sie uns wirklich helfen und uns nützliche Tipps geben, wenn wir fragen. Sie können sich sicher sein, dass wir die Ratschläge dankbar annehmen. Das hat uns alle ein Stück näher zusammen geführt. Niklas und ich, wir müssen uns nun auch nicht mehr rechtfertigen, sondern können uns auf das Wesentliche konzentrieren. Wir können einfach Eltern sein.

Alles Liebe,
eure Jasmin

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Rossmann.


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